Einen Roadtrip planen – 7 Tipps zur Planung eines perfekten Roadtrips!

Whatipu Campground - Campingplatz mit Meerblick

Wenn ihr das erste mal einen Roadtrip planen wollt, steht ihr vielleicht ratlos da und wisst nicht, wo ihr anfangen sollst. Dabei ist es gar nicht so schwer einen tollen Roadtrip zu planen. Mit unseren Tipps helfen wir euch bei der Planung!

1. Tipp: Überlegt, wo der Roadtrip stattfinden soll!

Das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage bei der Planung eines Roadtrips und sie ist oft gar nicht so leicht zu beantworten. Wenn ihr allerdings schon genau wisst, wo es hingehen soll, könnt ihr diesen Tipp überspringen und gleich bei unserem zweiten Tipp weiterlesen. Alle die sich noch nicht sicher sind, sollten sich bei der Suche nach dem Ziel des Roadtripps folgende Frage Stellen:

Was möchtet ihr erleben/sehen?

Dies ist eine sehr grundlegende Frage. Möchtet ihr tolle Landschaften sehen? Möglichst viele Städte? Strände? Fremde Länder und Kulturen? Oder am Besten von allem etwas?

Tolle Landschaften gibt es fast überall. Je größer und dünnbesiedelter das Land, desto mehr unberührte Natur findet man. Besonders gute Reiseziele für tolle Landschaften sind Beispielsweise die USA, (besonders im Westen der USA) Kanada, Südamerika, Asien, Australien, Neuseeland, Island aber auch im etwas dichter besiedelten Europa gibt es tolle Landschaften.

Wenn man in kurzer Zeit viele interessante Städte sehen möchte, bietet sich Europa besonders gut an, da hier die Entfernungen zwischen den Städten nicht so groß sind. Aber auch in Amerika kann man z.B. an der Ostküste viele interessante Städte in kurzer Zeit besuchen.

Strände gibt es natürlich überall wo das Meer ist. Besonders tolle Strände die man sich bei einem Roadtrip ansehen kann, gibt es an der West- und Ostküste der USA, in Australien, in Neuseeland und natürlich auch in Europa (z.B. in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Kroatien, Bulgarien, aber auch in Großbritannien und Skandinavien). Wer nur die tollsten Strände sehen will, sollte aber vielleicht besser in die Karibik oder nach Indonesien bzw. Südostasien fliegen!

2. Tipp: Kennt eure Grenzen!

Bei allen tollen Orten, die es auf der Welt zu sehen gibt, solltet ihr euch aber nie zu viel auf einmal zumuten. Der Roadtrip kann sonst schnell in Stress ausarten. Wenn die Etappen zu langen werden könntet ihr am Steuer müde werden. Das kann dann schnell auch mal gefährlich werden. Ihr solltet euch deshalb genau überlegen, wie viele Kilometer ihr insgesamt zurücklegen möchtet und wie lange eine Tagesetappe höchstens dauern sollte. Unserer Ansicht nach sollte man durchschnittlich nicht länger als 2-3 Stunden pro Tag im Auto verbringen. Man kann zwar auch mal eine längere Etappe einstreuen, dafür sollte aber an anderen Tagen auch mal eine Pause drin sein, in der das Auto mal stehen bleibt. Dieses Vorgehen hat sich bei unseren Roadtrips bewährt. Ihr solltet euch abhängig von eurer persönlichen Belastbarkeit und eurer Freude am Autofahren aber besser eure eigenen Grenzen definieren. Wenn ihr Angst habt, das Autofahren könnte euch zu viel werden, plant den Roadtrip besser erst einmal mit weniger Fahrzeit pro Tag.

3. Tipp: Steckt die Route zunächst grob ab!

Anhand der durchschnittlichen Fahrzeit pro Tag, könnt ihr nun ermitteln, wie weit ihr bei eurem Roadtrip fahren könnt. Als Tool um, die Strecke anhand der Fahrzeit zu definieren empfehlen wir Google Maps. Wer einen Google Account hat, dem empfehlen wir Google My Maps. Hier kann man seine Routen sogar dauerhaft abspeichern und die einzelnen Ziele als Points of Interest eintragen. Ihr könnt dort dann zunächst die einzelnen die Hauptziele eingeben. Das würde in Google My Maps dann zum Beispiel so aussehen:

Roadtrip planen mit Google My Maps
Roadtrip planen mit Google My Maps

Anschließend könnt ihr überprüfen, wie lange die gesamte Strecke und die Fahrzeit insgesamt, bzw. zwischen den einzelnen Zielen ist. Klickt dauzu auf die drei Punkte neben der Routenbezeichung (hier „Directions from Bielefeld to Bielefeld“) und dann auf „Detaillierte Wegbeschreibung“. Anschließend seht ihr die genauen Daten der Route:

Details zur Route
Details zur Route

Wichtiger Tipp: Rechnet immer mit der Fahrzeit, nicht mit den Entfernungen! In den meisten Fällen kennt man die Beschaffenheit der Straßen nicht. In Neuseeland gibt es bspw. oft noch Offroadstrecken. Hier braucht man für wenige Kilometer sehr sehr lange.

4. Tipp: Plant die besten Sehenswürdigkeiten ein!

Anhand der groben Planung könnt ihr nun die Strecke genauer definieren und wichtige Zwischenziele bzw. Sehenswürdigkeiten einplanen. Überberprüft dabei immer, ob die Längen der einzelnen Etappen nicht zu kurz oder zu lang sind. Ändert eure Route bei Google Maps einfach so oft, bis sie am ehesten euren Wünschen entspricht. Aber denkt dran: Weniger ist oft mehr!

5. Tipp: Bucht die wichtigsten Übernachtungen im Voraus!

Gerade weil ein Roadtrip sehr spontanes Reisen ermöglicht, empfehlen wir euch nur die wichtigsten Übernachtungen vorher zu buchen. Wichtige Übernachtungen sind beispielsweise die Übernachtungen vor und nach einer Flugreise, aber auch Besuche in Städten oder Nationalparks. Hier bekommt man oft bessere Preise, wenn man im Voraus bucht. Zu den Hauptreisezeiten könnten auch viele Hotels und Campingplätze bereits ausgebucht sein.

6. Tipp: Wählt das richtige Fahrzeug!

Wenn ihr euren Roadtrip nicht von zu Hause aus startest, müsst ihr euch vor dem Beginn der Reise natürlich auch um das richtige Mietfahrzeug kümmern. Wenn ihr beispielsweise mit dem Zelt unterwegs seid, oder in Hotels übernachten wollt reicht ein PKW. Das Auto sollte allerdings groß genug sein, um alle Personen und vor allem auch das Gepäck unterzubringen. Das Gepäck sollte unbedingt komplett in den Kofferraum passen, damit es nicht offen im Auto herumliegt, wenn man es auf dem Parkplatz stehen lässt. Wählt also lieber einen etwas größeren Wagen. Natürlich kann man auch ein Wohnmobil mieten. Diese sind allerding sehr teuer. In manchen Ländern ist man mit dem Wohnmobil auch etwas eingeschränkt, da man nur auf Campingplätzen übernachten darf. 

7. Tipp: Plant nicht zu viel im Voraus!

Zum Schluss noch ein gut gemeinter Tipp: Plant euren Roadtrip nicht zu genau. Lasst noch Raum für spontane Stopps und Routenänderungen wenn ihr unterwegs seid. Oft findet man Orte, die man vorher garnicht auf dem Schirm hatte und gerade diese Spontanität macht einen Roadtrip in der Regel zu einem ganz besonderen Erlebnis!

Wir hoffen, dass euch diese Tipps bei der Planung eures Roadtrips helfen und wünschen euch viel Spaß bei eurem nächsten Abenteuer!

2 Gedanken zu „Einen Roadtrip planen – 7 Tipps zur Planung eines perfekten Roadtrips!“

  1. Hallo Jessica, hallo Thomas,
    ich plane einen Road-Trip in Europa. Ihr habt hier ein paar tolle Tipps zusammengestellt, die sehr hilfreich sind. Danke dafür.
    Ich sehe anhand von der Google-Strecke, dass Ihr Autobahn fahrt. Ich möchte gern „durch die Dörfer“ fahren und Autobahn eigentlich vermeiden. Braucht man dazu zu viel Zeit? Ich meine, wäre das nicht realistisch?
    Und wenn Autobahnen, zu welchen Zeiten fahrt Ihr die von Bielefeld aus? Ich denke da an die vielen Staus in Richtung Süden, auch in der Nebensaison.
    Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet
    Britt

    1. Hallo Britt,

      danke für deinen Kommentar! Wir fahren meistens eine Mischung aus Autobahn und Landstraßen. In schönen Gegenden lohnt es sich auf jeden Fall von der Autobahn runterzufahren (z.B. im Sauerland oder generell an der Küste). Wenn man nur Landstraße fährt wird es allerdings bei weiten Strecken schon ziemlich lange dauern. Es hängt dann eben davon ab, wie weit man kommen will, bzw. wieviel Zeit man hat. Nach Spanien würde ich definitiv etliche Kilometer auf der Autobahn empfehlen, sonst braucht man wirklich ewig.

      Stautechnisch reicht es eigentlich, wenn man die Hautpreisezeiten (Ferienanfang und -ende) und die Wochenenden (freitags ab Mittag und Sonntag nachmittags/abends) meidet. An langen Wochenenden mit Feiertagen ist meistens besonders viel Verkehr. Natürlich sollte man auch den Berufsverkehr meiden (so zwischen 7:00 und 9:30 Uhr morgens und ab 16:00 bis 18:00 Uhr. Außerhalb des Ruhrgebiets ist es mit dem Stau aber meistens gar nicht so schlimm ;-).

      Noch ein Tipp: Vergleiche doch einfach die Strecken jeweils mit und ohne Autobahn bei Google Maps! Mann kann ja die Routenoptionen entsprechend einstellen. Dort kannst du außerdem die Reisezeit angeben, dann siehst du auch gleich, wieviel Verkehr dann in der Regel herrscht.

      Ich hoffe das hilft dir ein Bisschen weiter! 🙂 Viel Spaß bei deinem Roadtrip!

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