Roadtrip: Durch den Nordosten der USA und Kanada

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Niagarafälle

Diese Reise liegt mittlerweile drei Jahre zurück. Im Spätsommer 2012 machten wir uns damals auf den Weg in die USA. Von Boston aus starteten wir unsere Tour mit dem Mietwagen und fuhren zunächst an der Ostküste Richtung Norden. Dort besuchten wir den Acadia Nationalpark. Anschließend reisten wir nach Kanada, übernachteten in Montréal und fuhren dann weiter über Ottawa in den Algonquin Provincial Park. Von dort aus ging es weiter nach Toronto und an den Niagarafällen vorbei zurück in die USA. Durch das Amish Country in Pennsylvania ging es dann weiter Richtung Washington D.C.. Anschließend fuhren wir über Philadelphia nach New York und schließlich wieder zurück nach Boston.

Start der Reise in Boston

Die ersten beiden Tage unseres Urlaubs haben wir in Boston verbracht. Wenn man nur kurz in der Stadt ist, sollte man unbedingt auf dem Freedom Trail die Stadt erkunden. Der Weg ist mit rotem Pflaster auf den Gehwegen gekennzeichnet und führt einen direkt von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Man kann so sehr gut zu Fuß die wichtigsten Orte in Boston kennenlernen. Am zweiten Tag haben wir dann die berühmte Eliteuniversität Harvard besichtigt. Der Campus ist öffentlich zugänglich und man kann das Studentenflair in den grünen Parkanlagen zwischen den Universitätsgebäuden sehr gut wahrnehmen.

Die Tour entlang der Küste von Neuengland

Danach ging es weiter nach Norden entlang der wunderschönen Küste Neuenglands. Dabei haben wir zahlreiche malerische Orte wie beispielsweise Rockport in Maine, eine der typischen malerischen Küstenstädte in Neuengland durchquert. An den Küstenstraßen hat man immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die Küste und das Meer. Unter anderem sind wir auch zufällig an einer Weekend-Fair vorbeigefahren und haben dort angehalten um uns die Verkaufsstände verschiedener Künstler anzusehen und lokale Spezialitäten zu kosten. Wir mischten uns dort unter die Einheimischen und von anderen Touristen war nicht viel zu sehen. Ein schönes Erlebnis.

Wandern im Acadia Nationalpark

Nach rund 450 km und etwa 4,5 Stunden im Auto, erreichten wir eines der Highlights unserer Reise: den Acadia Nationalpark, einen wunderschönen Park mit tollen Wanderwegen in einer atemberaubenden Natur direkt an der Küste. Dort haben wir einige Nächte auf einem Campingplatz verbracht und viele Wanderwege erkundet. Die Wege führen teilweise durch Wälder, über Berge, aber auch direkt an Strände und die Atlantikküste. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und ein Besuch im Acadia Nationalpark ist wirklich wärmstens zu empfehlen!

Montréal und der Mont Royal

Anschließend fuhren wir weitere 530 km und 6,5 Stunden und erreichten einen weiteren Höhepunkt unserer Reise: Montréal. Eine wirklich sehr schöne Stadt mit durchaus europäischem Flair! Ein Besuch ist absolut empfehlenswert. Wir haben dort zwei Nächte in einem netten Hotel verbracht. Tagsüber haben wir wie immer die Stadt zu Fuß erkundet und sind dabei auch auf den Mont Royal gestiegen, einen 233 m hohen Berg mitten in der Stadt. Der Berg ist sozusagen ein einziger großer Park in der Stadt. Oben auf dem Berg hat man eine wunderbare Aussicht über die Stadt. Die Wanderung auf den Berg sollte bei einem Besuch in Montréal auf keinen Fall fehlen!

Ottawa, die Hauptstadt von Kanada

Danach ging es zur Hauptstadt Kanadas, Ottawa. Dorthin haben wir nur einen kleinen Tagesausflug gemacht und das Regierungsviertel erkundet. Das Parlament von Kanada ist ein schönes Gebäude im Stile eines riesigen Schlosses. Ottawa ist auf jeden Fall auch einen Besuch wert.

Wandern, Zelten und Kanu fahren im Algonquin Provincial Park

Weiter ging es dann Richtung Algonquin Provincial Park. Auf dem Weg dorthin haben wir unterwegs eine Nacht auf einem Zeltplatz verbracht. Auch im Park selbst haben wir wieder gezeltet. Diesmal hatten wir wirklich großes Glück und haben einen Zeltplatz mitten im Park, direkt an einem See ergattert. Von dort aus haben wir dann die Wanderwege des Parks erkundet. An einem Tag haben wir eine Kanutour gemacht. Wir wurden mit einem Motorboot in eine etwas abgelegenere Gegend gebracht und konnten dort ganz alleine die Natur aus dem Kanu heraus bewundern.

[nextpage title=“Von Toronto über Washington zurück nach Boston“]

Toronto

Nach dem Algonquin Provincial Park machten wir uns auf den Weg nach Toronto, wo wir wieder zwei Nächte verbracht haben. Toronto ist auch eine wirklich schöne Stadt. Wahrscheinlich die amerikanischste Stadt Kanadas. Sie ist wesentlich größer als Ottawa oder Montréal, hat aber durch die Lage am Lake Ontario ein ganz besonderes Flair. Der Lake Ontario wirkt als einer der drei Great Lakes eher wie ein Meer, als ein See. Toronto hat einen eigenen Hafen und mehrere Strände und wirkt dadurch wie eine Küstenstadt am Meer. Ein Must See ist natürlich der CN Tower. Ein Besuch der Aussichtsplattform ist absolut lohnenswert!

Die Niagarafälle und das Amish Country Pennsylvania

Nicht weit von Toronto, an der Grenze von Kanada zu den USA befinden sich die Niagarafälle. Ein absolutes Naturschauspiel, das man unbedingt sehen muss, wenn man schon mal in der Nähe ist. Die Bereiche rund um die Fälle sind zwar leider zugebaut mit Parkplätzen, Hotels, Casinos und Touristenfallen, die Wasserfälle selbst sind aber einfach nur beeindruckend. Von den Niagarafällen aus machten wir uns dann auf den Weg zu meiner Familie nach Maryland. Wir fuhren dabei durch den Staat Pennsylvania. Dort leben heute noch viele Amische, die ein sehr traditionelles und religiöses Leben führen. Sie verweigern sich dem Fortschritt und fahren deshalb, wie häufig zu sehen, noch mit Pferdekutschen auf den Straßen.

Washington, Philadelphia, New York und zurück nach Boston

In Maryland angekommen entspannten wir erst einmal ein paar Tage bei der Familie und machten von dort aus Tagesausflüge nach Washington D.C. und Baltimore. Einige Tage später machten wir uns wieder auf den Weg. Diesmal hieß das Ziel New York. Unterwegs machten wir noch Halt in Philadelphia. Nach drei Tagen in New York brachen wir Richtung Boston auf und flogen von dort zurück nach Düsseldorf.

Reisedate, Route und Fazit

Reisezeit: August bis September

Reisedauer: 4 Wochen

Länge der Route: 3.270 km

Budget: ca. 2.700 € pro Person

Bewertung: 5/5 Punkte

Die Route

Hier könnt ihr die Route mit Google Maps nachvollziehen:

Die Route als GPS-Dateien könnt ihr hier downloaden: KML, GPX

Fazit

Diese Rundtour ist eine wirklich sehr gute Reise mit einem Highlight nach dem anderen. Sowohl die Gesamtlänge als auch die Strecken der einzelnen Etappen sind für nordamerikanische Verhältnisse sehr moderat. Durch die Rundtour ist auch der Mietwagen sehr erschwinglich, da keine teuren Einweggebühren anfallen. Die Tour ist uneingeschränkt zu empfehlen!

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