Roadtrip USA: Florida, Smokey Mountains, Blue Ridge Parkway und Washington D.C.

Miami

Diesen Road Trip im Südosten der USA haben wir im Herbst 2013 gemacht. Wir buchten einen Flug nach Miami, verbrachten dort die ersten Tage am Strand und besichtigten die Stadt. Wir haben in einem günstigen Hostel am South Beach (Jazz on South Beach) übernachtet. Es war ganz gut, allerdings etwas laut mit vielen Partygästen. Die Lage war super: direkt am Strand und unweit vom Ocean Drive mit seinen Bars, Clubs und den wunderschönen Art Deco Gebäuden. Um Downtown Miami zu besichtigen, kann man sich beispielsweise Fahrräder mieten und einfach losfahren. Wir sind damals zum Bayside Marketplace und wieder zurück gefahren. Die Strecke ist mit dem Fahrrad gut befahrbar und man bekommt Einiges zu sehen. Der Bayside Marketplace ist ein typisch amerikanischer Touristenmagnet mit jeder Menge Souvenirshops und Restaurants. Nichts Besonderes, aber ganz nett. Nach den ersten Tagen in Miami holten wir uns einen Mietwagen am Flughafen und fuhren los Richtung Key West.

Die Fahrt nach Key West

Auf dem Weg dorthin machten wir häufig halt um uns Strände, Mangrovenwälder und die exotischen Pflanzen und Tiere anzusehen. An Straßenständen haben wir die besten Orangen und Avocados unseres Lebens gegessen. Wir haben eine stillgelegte Brücke entdeckt, Haie gesehen und den Blick auf das Meer genossen. In Key West hatten wir dann ein sehr schönes Zimmer im El Patio Motel. Klein, einfach aber ruhig und sehr schön. Key West ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Dort herrscht ein angenehmes Südseeflair, fast schon unamerikanisch… Hühner und Gockel laufen frei auf den Straßen herum, die Häuser sind bunt und überall wachsen tropische Pflanzen. Key West kann man mit etwas Ausdauer eigentlich komplett zu Fuß erkunden. Am Mallory Square soll es die besten Sonnenuntergänge der Welt geben. Wir waren auch dort. Der Sonnenuntergang war schon super, aber man muss früh dort sein, denn es wird schnell sehr voll. Ein absolutes Must See ist der Strand im Fort Zachary Taylor Historic State Park. Auf keinen Fall verpassen!!!

Zwischenstopp und Boot fahren in den Everglades

Nach Key West fuhren wir zurück Richtung Sarasota, um dort meinen Cousin zu besuchen. Auf dem Weg dorthin machten wir noch eine Nacht halt in Miami. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Sarasota und fuhren dabei durch die Everglades. Dort machten wir eine Airboattour bei Buffalo Tiger Airboat Tours. Ein kleines Unternehmen, das seit Generationen von der Familie eines Miccosukee-Indianers geführt wird. Es war eine wirklich sehr gute Tour. Absolut zu empfehlen! Die Guides kennen jeden Alligator beim Namen und wissen wo sie sich aufhalten. Eine Begegnung mit den Reptilien ist also absolut garantiert! Ich habe einige Jahre vorher eine Tour im Everglades Safari Park gemacht, die bei Weitem nicht so gut war.

Sarasota und der schönste Strand Floridas: Siesta Key

In Sarasota haben wir dann bei meinem Cousin und seiner Familie übernachtet. Wir waren dort am Turtle Beach, einem kleineren, aber ruhigen und sehr schönen Strand, im botanischen Garten und am zum schönsten Strand der USA gewählten Strand: Siesta Key. Der Sand dort ist weiß und so fein wie Puderzucker. Außerdem waren wir Paddleboarden, wobei man üblicherweise jede Menge Manatis zu sehen bekommt. Als wir dort waren (Mitte Oktober) waren sie allerdings leider wohl schon ins Winterquartier aufgebrochen.

Die Great Smokey Mountains

Von Sarasota aus ging es dann weiter in die Great Smokey Mountains. Dort haben wir in Cherokee in einer Blockhütte übernachtet (Panter Creek Cabins). Es war unser Basislager zur Erkundung der Great Smokey Mountains. Die Hütte war zwar etwas teurer als ein Motel, aber supergemütlich und sehr zu empfehlen. Während des Aufenthalts machten wir einen kurzen Stopp im Cherokee Casino, besuchten die Mingus Mill, das Mountain Farm Museum und das Cherokee Museum. Die beiden Museen und die Mühle müsst ihr euch ansehen, wenn ihr dort seid. Das Casino auch, falls ihr vorher noch nie in einem wart. Auch den Clingman’s Dome Tower im Great Smokey Maountains Nationalpark solltet ihr nicht verpassen!

Die Blue Ridge Mountain Parkway Route

Nach dem Aufenthalt in Cherokee ging es weiter über den Blue Ridge Parkway nach Culpeper zu meinem anderen Cousin. Wir fuhren mehrere hundert Meilen auf dem Parkway, der als reine Panoramaroute erbaut wurde und durch die nahezu endlosen Wälder und Berge der Appalachen führt. Unterwegs machten wir immer wieder Halt an den zahlreichen Aussichtspunkten und stoppten um kürzere Wanderungen zu machen. Nachdem die gesamte Strecke des Blue Ridge Mountain Parkways auf Dauer allerdings etwas eintönig wurde, verließen wir den Parkway später und fuhren jenseits der Interstates durch das amerikanische „Hinterland“, um noch etwas von der authentischen ländlichen Gegend zu sehen.

Nach dem Besuch meiner Verwandtschaft in Culpeper und einer schönen Wanderung im Shenendoah Nationalpark machten wir uns auf den Weg nach Washington D.C., um von dort aus schließlich die Heimreise anzutreten.

Reisedaten, Route und Fazit

Reisezeit: Oktober

Reisedauer: 4 Wochen

Länge der Route: 2.900 km

Budget: ca. 3.000 € pro Person

Bewertung: 4/5 Punkte

Die Route

Hier könnt ihr die Route mit Google Maps nachvollziehen:

Die Route als GPS-Dateien könnt ihr hier downloaden: KML, GPX

Fazit

Die Tour war sehr gut. Vor allem von Miami über Key West bis zu den Smokey Mountains jagte ein Highlight das nächste. Der Blue Ridge Parkway wird dann allerdings etwas eintönig, wenn man ihn komplett fahren will. Wir empfehlen deshalb nach einigen hundert Meilen eine Aternativroute, um noch etwas mehr Abwechslung zu haben. Nichtsdestotrotz war es eine wunderbare Reise, an die wir uns noch lange mit Freude erinnern werden.

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2 Gedanken zu „Roadtrip USA: Florida, Smokey Mountains, Blue Ridge Parkway und Washington D.C.“

  1. Amerika eignet sich immer super für Roadtrips. Es gibt wirklich immer wieder was zu entdecken. Florida ist von der Natur her sehr faszinierend.
    Mit besten Grüßen,
    Nina

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