Tongariro Alpine Crossing

  • von
Tongariro Alpine Crossing - Blick über den South Crater zum Mt. Ngauruhoe

Das Tongariro Alpine Crossing ist eine der bekanntesten Tageswanderungen in Neuseeland, vielleicht sogar weltweit. Wir haben sie gemacht und können euch hier davon berichten. Soviel vorab: Ist es anstrengend? Ja! Lohnt es sich? Definitiv!

Übernachtung im Tongariro Nationalpark

Man sollte vor und nach der Wanderung jeweils eine Übernachtung im Tongariro Nationalpark einplanen. Vor der Wanderung haben wir auf dem Mangahuia Campground übernachtet. Hier gibt es Trinkwasser, aber keine Spültoiletten und keine Duschen, dafür ist der Campingplatz nicht weit von Iwikau Village. Von dort fahren einige Shuttles. Für den Tag nach der Wanderung haben wir dann im Whakapapa Motor Camp gebucht. Hier gibt es alles was man braucht. Der Campground ist allerdings schnell voll. Man sollte deshalb zwingend buchen.

Tongariro Crossing Shuttle

Direkt am Whakapapa Motor Camp fährt auch ein Shuttle zum Start des Tongariro Crossings. Der Shuttleservice kostet 30 € pro Person. Die Shuttles fahren stündlich zwischen 6 und 9 Uhr zum Crossing und ebenfalls stündlich zwischen 14:00 und 17:00 Uhr wieder zurück. Über die genauen Abfahrtszeiten und verschiedene Angebote könnt ihr euch am besten im Tongariro Visitor Center in Iwikau Village informieren.

Tipp: Wenn man als Gruppe mit mehreren Autos unterwegs ist, kann man sich das Geld für den Shuttle sparen, indem man einfach ein Auto am Ende der Wanderung parkt.

Das Tongariro Alpine Crossing

Das Tongariro Alpine Crossing ist wie gesagt eine der bekanntesten und vielleicht auch schönsten Tageswanderungen in Neuseeland. Sie ist 19,4 km lang und führt vorbei am Mt. Ngauruhoe, besser bekannt als „Der Schicksalsberg“ von Herr der Ringe, zum Red Crater und zu den Emerald Lakes. Wer möchte kann auch auf den Schicksalsberg hinauf klettern. Das dauert dann allerdings noch mal 3 Stunden länger und ist aufgrund des steilen Anstiegs und des losen Gerölls sehr gefährlich. Wir haben es lieber sein lassen.

Mit dem Tongariro Alpine Crossing kann man sozusagen Frodos und Sams Reise zum Schicksalsberg nachvollziehen. Natürlich ist es nicht ganz so anstrengend und gefährlich. Man muss ja auch nicht den Ring tragen und sich mit Gollum, oder den Orcs rumschlagen. Man muss nur festes Schuhwerk und genug zu Trinken mitnehmen. Da es eine alpine Wanderung ist und das Wetter jederzeit umschlagen kann, sollte man sich schon ein bisschen vorbereiten. Stets nach dem Motto: „Prepare for all seasons“, stellt man sich am besten einfach auf alle Jahreszeiten ein. Sonnenbrille, Sonnenhut, Sonnencreme, aber auch warme und regenfeste Kleidung dürfen auf keinen Fall fehlen!

Nach dem ersten größeren Anstieg kommt man im South Crater an. Der South Crater ist einer der größeren Krater des Mt. Tongariro. Von hier hat man auch nochmal einen tollen Blick auf den Mt. Ngauruhoe.

Anschließend beginnt der Aufstieg zum Red Crater und zum höchsten Punkt der Wanderung. Dieser Anstieg ist sehr steil. Da es dort keine Stufen gibt, wird es auch zum ersten Mal etwas anspruchsvoller. Der Weg führt über viel loses Geröll und man muss schon aufpassen, dass man nicht ausrutscht oder stolpert. Der Red Crater ist tatsächlich rot und beeindruckt mit zerklüfteten Felswänden, an denen man noch die gewaltigen Ausbrüche erahnen kann.

Nach dem Red Crater kann man auch schon zum ersten Mal den Blue Lake und die Emerald Lakes sehen. Bei klarem Himmel sind die Kraterseen knallblau und türkis. Die Emerald Lakes haben einen knallgelben Schwefelrand. Es riecht auch überall nach faulen Eiern.

Beim Blue Lake lohnt sich der Blick zurück. Von hier hat man einen Wahnsinns-Ausblick über den Red Crater zum „Schicksalsberg“. Ist man am Blue Lake vorbei beginnt auch schon der Abstieg. Beim Abstieg auf der Nordseite hat man bei gutem Wetter einen unglaublichen Blick Richtung Lake Taupo.

Wir haben für die Wanderung gut sieben Stunden gebraucht. Wer richtig fit ist und mehr oder weniger durch rennt kann es in 5 Stunden schaffen. Wer weniger fit ist und öfter Pause machen muss, sollte eher acht bis neun Stunden einplanen.

Fazit

Das Tongariro Crossing zählt zu den absoluten Highlights unserer Australien- und Neuseelandreise. Wenn ihr noch überlegt ob ihr die Wanderung machen solltet, kann ich nur sagen: Macht es! Es ist zwar anstrengend, aber für jede halbwegs fitte Person ist die Wanderung absolut kein Problem. Die Eindrücke und Erinnerungen werdet ihr euer Leben lang nicht vergessen!

Merken

Merken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.